Begehung KreuzlingenPatrick Rohner
 2010

Zu einem festen Bestandteil meiner Arbeit gehören die Begehungen, die ich regelmässig mache und mit der Digitalkamera festhalte. Mit diesem Medium habe ich die Möglichkeit meine Wahrnehmungen in grosser Zahl festzuhalten, so mache ich auf den Begehungen bis zu 300 Fotos. 
Wie im Atelier beobachte ich Abläufe, stelle Fragen zum Beobachteten und lasse mich von den Geschehnissen treiben und so entsteht ein direktes Konzept des Festhaltens während der Begehung. Viele Begehungen wiederholen sich über all die Jahre. Die minimalen Veränderungen durch die Jahreszeiten und Jahre verdichten meine Erkenntnisse und mein Festhalten wird zunehmend komplexer.
Tagebuchartiger Eintrag mit einer Mischung von Beobachtungen und geologischen Notizen und einem Ausschnitt aus der Landeskarte mit der eingezeichneten Begehung ergänzen die Notation der Begehung.

Die Fotos lasse ich entwickeln und fixiere sie ohne eine Auswahl zu treffen auf Fotokarton, ohne sichtbare Ordnung. Die Begehung wird als ganzes sichtbar, erscheint vielschichtig und komplex.