DSCN3433Patrick Rohner
27.3.2014

Die Abzeichnung ist für mich ein Moment langer Beobachtung. Durch die vielen Abfolgen von Arbeitsprozessen auf der Bildtafel entstehen zunehmend komplexe Zustände, die die Wahrnehmungsfähigkeit an eine Grenze zur Überforderung bringen. Die Arbeit wird mit einer Schnur in Raster aufgeteilt, ähnlich einer archäologischen Ausgrabungszeichnung, und auf das Papier massstäblich übertragen. Für die Zeichnung benütze ich einen sehr feinen technischen Tuschestift, der keine künstlerische Gestik zulässt, da er senkrecht gehalten werden muss. So bleibe ich, natürlich nur in Annäherung, an der Realität. Damit erfährt die klassische Denkweise von der Skizze zum Bild eine Umkehrung, die Bildtafel wird zur Wirklichkeit.