"Meine Wahrnehmungsfähigkeit entwickelt sich im Landschaftsraum, der mich tagtäglich umgibt. Meine Forschungsstätte sind das von Bergen umschlossene Glarner Hinterland und die Berge selbst. Das "Griess", das "Tierfehd", im "Obersand" oder der "Urnerboden" sind Orte, die ich immer wieder aufsuche, begehe, studiere und wo ich auch Aufzeichnungen mache. Die Konzentration auf einige wenige Orte verschafft mir detaillierten Einblick in die Mechanismen der Natur in Relation zur Zeit. Die mich umgebende Bergwelt ist eine komplexe Realität. Nichts ist identisch. Gleichartiges ereignet sich nie - Wiederholung findet nicht statt. Die Wahrnehmung feinster Nuancen und minimalster Variationen bietet mir genügend Anreiz, um mich unermüdlich dem vermeintlich Gleichen zu widmen."

Mit der Super 8 Kamera zu arbeiten ist eine Möglichkeit der Aufzeichnung, das Medium hat einen dokumentarischen Charakter, 3 Minuten Filmrolle ohne grosse technische Spielräume. Der Film ist meist als Standbild gehalten und hält kleinste kaum wahrnehmbare Bewegungen fest, wie das Herabfallen eines Steines über den schmelzenden Gletscher.