43Patrick Rohner
27.3.2014

Das Papier,  an den Rändern zu einem Behälter gefaltet, wird zum Labortisch meiner Untersuchungen. Die bestimmte Aquarellfarbe wird mit Wasser vermischt und in die „Papierbehälter“ gefüllt. Das Farbwasser reagiert mit dem Papier, es dehnt sich aus, bildet Verwerfungen und zieht sich beim Trocknen der Flüssigkeit wieder zusammen. Die Trocknungsphase kann  zwei bis drei Wochen dauern. Zufällige physikalische Prozesse ereignen sich und das Resultat ist unvorhersehbar.  Dieser Vorgang wird viele Male wiederholt, mitunter über Jahre, dazwischen wird die Wasserarbeit gepresst, zerknittert, mit einem Gartenschlauch abgespritzt. Das Papier kommt an seine Grenzen, aus dieser Überforderung heraus entstehen organische, komplexe chaotische und wirklichkeitsnahe Ergebnisse.